In der G1 Serie sind alle Boliden vollkommen identisch und nach den gleichen Spezifikationen gebaut. (Bild: Agronov/Griiip)

Motorsport für alle! Altair Startup Programm bringt Griiips Rennwagen G1 und die G1 Serie auf Touren

Wenn Motorsport-Liebhaber an die für den Motorsport wichtigsten Länder denken, kommt ihnen Israel nicht unbedingt als allererstes in den Sinn. Um das zu ändern, machte sich das israelische Motorsportunternehmen Griiip daran, den Motorsport über die Grenzen des Formel 1 Zirkus hinaus populärer zu machen – in Israel und rund um den Globus.

Motorsport ist ein sehr kostspieliger Sport und liegt für die meisten Leute, die Rennsport auf einem nicht oder nur halb-professionellen Level betreiben wollen, außerhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten. Griiip hat nun einen neuen, professionellen Rennwagen entwickelt, der eine hohe Effizienz mit einem wettbewerbsfähigen Anschaffungspreis und niedrigen Betriebskosten kombiniert, um den Rennsport einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dank der Nutzung des Potenzials vorliegender Daten konnte Griiip seinen ersten, smarten, vernetzten Rennwagen entwickeln – den G1 – und hat darüber hinaus eine völlig neue Motorsportserie ins Leben gerufen. Bei der sogenannten „G1 Serie“, die ausschließlich den G1 Rennwagen vorbehalten ist, liegt der Fokus auf den Fahrern und nicht auf den Fahrzeugen, da alle Boliden vollkommen identisch sind und nach den gleichen Spezifikationen gebaut wurden.

Formula Student & Altair’s Startup Programm – die Wiege der Innovation

Angefangen hat Griiip als Motorsportunternehmen, das Rennwagen für die Einstiegsklassen der Rennsportkategorien entwickelte und baute. Für die Entwicklung ihrer Boliden verwenden die Griiip Ingenieure verschiedene Produkte der Altair HyperWorksTM Suite, darunter Altair RadiossTM und Altair OptiStructTM für Strukturoptimierung, Crash-Simulation und allgemeine FE Analysen sowie Altair HyperMeshTM und Altair HyperViewTM für Pre- and Post-processing Aufgaben. Dabei fiel die Wahl schnell auf die Altair Software, da die Griiip Ingenieure Altair HyperWorksTM bereits an der Universität kennengelernt hatten, wo sie im Rahmen des Formula Student Wettbewerbs ihre Team-Rennwagen ebenfalls mit der Altair Software entwickelten.  

Als Startup, das sich aus einem Studententeam zu einem Unternehmen mit 11 Mitarbeitern entwickelt hat, setzt Griiip auch weiterhin auf die Altair Produkte. Zugriff auf die Software hat das Unternehmen heute über Altairs neues Startup Programm, das speziell auf die Förderung von jungen, aufstrebenden Unternehmen ausgelegt ist. Mit Lösungen zur Unterstützung von Designs in der frühen Konzeptphase, in der Produktentwicklung, bei Machbarkeitsfragen in der Fertigung sowie IoT und Cloud Computing bietet Altair die Software und das Know-how an, um den vielen Herausforderungen zu begegnen, vor denen Startups bei der Weiterentwicklung ihres Geschäftes stehen.

Innovation durch High-end Engineering

High-end Produkte wie Rennwagen müssen unter schwierigsten Bedingungen funktionieren, was ein sehr robustes Design erfordert. Mit hohen Beschleunigungen, scharfem Abbremsen und Kurvenmanövern bringen die Fahrer ihre Wagen auf der Strecke bis an ihre Grenzen. Da ein Rennwagen sehr robust und dabei gleichzeitig sehr leicht sein muss, ist er aus Konstruktionsperspektive ein höchst anspruchsvolles Produkt. Dabei kann Simulationssoftware wie die Altair HyperWorksTM Suite bei der Entwicklung eines Rennwagens viele Antworten auf die enormen technischen Herausforderungen liefern, da die Werkzeuge Lösungen für die Optimierung der Bauteile hinsichtlich Lasten, Spannungen, Gewicht und Langlebigkeit bieten. Die strukturelle Integrität und die Effizienz sind für den Rennerfolg ausschlaggebend, daher wird jedes Bauteil und jedes System eines G1 Fahrzeuges optimiert. Der Einsatz von HyperWorksTM ermöglichte es, eine große Anzahl an Tests durchzuführen und so sicherzustellen, dass die bestmögliche Leistung erzielt wird.

Griiip setzt Altair Optistruct für die Strukturoptimierung von Fahrwerkskomponenten ein.
Griiip setzt Altair Optistruct für die Strukturoptimierung von Fahrwerkskomponenten ein. (Bild: Griiip)

Griiip setzt Simulation ein, um die Entwicklungszeit sowie die Anzahl an Iterationen bis zum finalen Produkt zu reduzieren. Vor der Einführung der Simulation mussten die Bauteile erst hergestellt und anschließend getestet werden. Dank HyperWorksTM gelangen die Ingenieure nun schneller zum optimalen Produkt für die Serienproduktion und können das Design, auf Grundlage der auf der Strecke gewonnenen Erfahrungen, weiter verbessern.

Miterleben statt zuschauen: Griiips öffnet die Tür zur Motorsportwelt

Griiip weitet seine Unternehmensaktivitäten derzeit auf Italien aus, wo die Wagen gebaut werden, und plant sein Geschäft auch auf den internationalen Markt auszudehnen. Lag der Schwerpunkt des Unternehmens zu Beginn auf der Entwicklung von Rennwagen, ist Griiip mittlerweile zu einem Motorsport-Plattform-Anbieter herangewachsen. Das Unternehmen stellt auf einer Plattform Live Videos und Daten, Vorhersageanalysen, weiterführende Einblicke und Mixed-Reality Rennen zur Verfügung, und schafft so eine spannende Umgebung für das Erleben von Motorsport für Fans und Fahrer gleichermaßen.

„Mit der Erkenntnis, dass nicht nur die Fahrer unsere Anwender sind, wenden wir uns nun auch an die Zuschauer als potenzielle Kunden. Dafür haben wir eine Medienplattform entwickelt, die ein neues, spannendes Motorsport-Zuschauererlebnis schafft, das ihnen so noch niemand geboten hat“, sagt Tamir Plachinsky.

Auf diese Weise, getreu seinem Motto “Wir bringen Motorsport zurück zu den Menschen“, und indem das Unternehmen Innovation und Leidenschaft verbindet, eröffnet Griiip neue, noch nie dagewesene Möglichkeiten für Fahrer und Fans, um mit dem Rennsport und der Motorsportwelt zu interagieren.

Die Sicherheit im Cockpit gehört zu den wichtigsten Entwicklungszielen - auch in der G1-Serie.
Die Sicherheit im Cockpit gehört zu den wichtigsten Entwicklungszielen – auch in der G1-Serie.

Dieser Beitrag erschien im Digital Engineering Magazin im Januar 2019


Innovation, unterstützt durch Altair

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